Gewichtheben - Deutsche Meisterschaften der Schüler

Vize-Mieze avanciert zur Vize-Vize-Mieze

Vom 22.-23.06.2018 fanden beim TSV Ingolstadt/Nord die diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Schüler im Gewichtheben mit athletischem Mehrkampf statt.

Die jungen Athleten mussten ihre Stärke im Reissen, Stossen, Pendellauf, Schockwurf und im Schluß 3 Sprung unter Beweis stellen.

Für den ASV hatten sich Enrico Haselmann, Emil Bauer und  Vorjahres-Vize Sofia Miesbauer im Vorfeld qualifiziert.

Für Enni begann das Bangen um die Plätze schon 1 Woche vor dem eigentlichen Wettkampf. Durch gute Leistungen im Frühjahr durchaus auf Medaillen hoffend, verletzte er sich kurz vor dem Jahreshighlight am Knöchel und musste so bis kurz vor Wettkampfbeginn um die Teilnahme zittern. Von der noch nicht 100 prozentig ausgeheilten Verletzung doch gehandicapt konnte er nicht ganz an seine bisherigen Jahresleistungen anknüpfen. Im Reissen und Stossen konnte er zwar seine Bestleistungen jeweils zur Hochstrecke bringen, jedoch ohne die sonst gewohnten hohen Technikpunkte. An neuer Bestleistung im Reissen mit 42kg biss er sich diesmal seine Zähne aus. In seinen „geliebten“ Athletikübungen kam er dann, nun bereits unter Schmezen leidend, zu durchschnittlichen Ergebnissen. Am Ende stand unser abteilungsinterner Casanova auf Platz 7 im Protokoll. Unter diesen Umständen eine recht passable Leistung. In Zukunft muss Enni auch die athletischen Teile unserer Sportart ernster angehen um auf nationaler Ebene konkurrenzfähig zu sein, denn hierbei wird er von der deutschen Spitze momentan abgekocht.

Als nächster Athlet ging Trainersohn Emil Bauer für das ASV Team an den Start. Im letzten Jahr mit enormen Leistungszuwachs in allen Bereichen aufwartend riskierte auch Emil schon den ein oder anderen Traum von einer Medaille. Der diesjährige süddeutsche Meister musste als erstes an die Athletik. Mit 8,32m im S3S stellte er sogleich eine neue Bestleistung auf und erreichte damit mit 1cm Abstand die 3. beste Weite im Starterfeld. Mit 10,5s im Pendellauf landete er im Mittelfeld, wobei die 10,5 keine schlechte Zeit sind. 10,7m im Schockwurf platzierten ihn dann wieder im oberen Drittel des Feldes. Schade hierbei, dass er die letzte Woche im Training erzielten 11,5m nicht auf das Wettkampfparkett zaubern konnte, denn diese wären die 2. größte Weite gewesen. Somit ging Emil als 4. Aus der Athletik, bis dahin nur 3,72 Punkte von Platz 2 und nur 19,68 Punkte von der Führung getrennt. Im Reissen begann Emil dann an 70kg. Gültig. 73kg im 2. Versuch gingen leider daneben, bevor er sie im 3. dann meisterlich zur Hochstrecke brachte. Im Stossen brachte er 84 und 88kg in die Wertung ehe er sich von 90kg diesmal noch geschlagen geben musste. Die Technikbewertungen waren allerdings diesmal weitab von den gewohnten 8-9 Punkten, was nicht immer so nachvollziehbar war. Am Ende landete Emil auf einem recht erfreulichen 5. Platz wobei ihn nur mickrige 14 Punkte vom ersehnten Podestplatz trennten. Egal. Emil hat sich einen weiteren Platz zum Vorjahr verbessert und hat gezeigt, dass er an den Medaillenplätzen drann ist. Irgendwann kommt auch seine Belohnung für das vorbildhafte Training, welches er in den letzten 2 Jahren an den Tag legt.

Nun schlug die Stunde für unsere „Vize-Mieze“ des Vorjahres. Auch sie seit Anfang des Jahres in bestechender Form ganz klar eine Edelmetallhoffnung für den ASV. Allerdings weiß man bei der Vize nie, ob sie in den athletischen Übungen ex- oder implodiert. Na mal sehen.

Begonnen wurde bei den jungen Damen im Gewichtheben. 48,50 und 52 kg im Reissen stellten für Sofia keine Hürde dar. Im Stossen dann noch 61,63 und 65kg. Die Schwerkraft schien ausgehebelt. Dem nicht genug erhielt Sofia nicht für ihr charmantes Lächeln sondern für die 1a Technik mit 8,0 im Reissen und 8,67 im Stossen mit die höchsten Werte des Tages. Platz 2 nach dem Gewichtheben. Geschlagen nur durch Vicky Schlittig aus Riesa, die allerdings an diesem Tag die EM Norm hob und somit natürlich ein ganz dicker Brummer in Sachen Leistung ist. So nun die Athletik. Sollte diese wie schon ab und zu mal zur Zitterpartie werden und die Medaille gefährden? Mit Nichten. Diesmal Vize in Hochform. 10,8 im Pendellauf Bestzeit unter den Damen und eine klare Ansage an die Konkurrenz „Heute wird nichts verschenkt!“  So nun das verhasste Schocken. Hier gibt es bei unserer Schönheit gelegentlich eine Streuung von mehreren Metern. Diesmal nicht. 8,90m eine durchaus passable Weite und die 3. beste im Feld noch dazu. Langsam konnte man das Silber riechen. Mit 6,7m im S3S legte sie abermals die 3. beste Weite auf den Hallenboden und die Verteidigung der Silbermedaille aus dem Vorjahr war perfekt. Im Gewichtheben schon immer eine Wucht, scheint unsere „Vize-Vize-Mieze“ nun endlich auch in der Athletik Fahrt aufzunehmen und wird sich so die Konkurrenz in Zukunft noch deutlicher vom Leibe halten.

 

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