Was wird unterrichtet?

Technik & Präzision

Für die Effektivität spielt die genaue Ausführung der Techniken eine enorm wichtige Rolle. Deshalb erklärt der Meister die Techniken und korrigiert gegebenenfalls seine Schüler. Geübt werden die vielfältigen Techniken meist auf Pratzen.

Kombinationen

Kombinationen aus bekannten Techniken ermöglichen ein abwechslungsreiches Training. Die oft langen Ketten können nicht im Voraus gelernt werden, da sie von den Meistern erst kurz vor dem Unterricht zusammengestellt werden. Dabei wird selbstverständlich der Leistungsstand jedes einzelnen Schülers berücksichtigt.
Die Kombinationen machen einen Großteil des Unterrichts aus, denn sie schulen das Auffassungsvermögen. Des Weiteren lehren sie,  welche Abwehr- und Angriffstechniken aus verschiedenen Beinstellungen sinnvoll sind.

Formenlauf

Ein Formenlauf (Hyong) ist ein Schattenkampf gegen imaginäre Gegner. Jede Technik ist genau festgelegt und hat eine Bedeutung. Durch die Hyong kann der Meister erkennen, ob der Schüler alle Techniken korrekt ausführt. Zudem werden durch stetige Wiederholung die Techniken verinnerlicht.

Einschrittkampf

Beim Einschrittkampf wird der Angriff des Gegners abgewehrt und gleich mit einem Angriff von Hand- und Fußtechniken gekontert. Dieser Kampf wird langsam ausgeführt und ermöglicht damit die Techniken am Übungspartner präzise auszuführen. Selbstverständlich ist der Angriff auch hier ohne Kontakt.

Zwei-Kick

Bei dieser Partnerübung wird in abwechselnder Reihenfolge angegriffen. Der Angreifer entscheidet selbst über die eingesetzte Technik, während der Angegriffene zurückweicht. Durch einen Kampfschrei signalisiert der Angreifer das Ende seiner Übung. Daraufhin wird unmittelbar der Angegriffene zum Angreife. Durch das hohe Tempo werden Techniken aus der Bewegung heraus geübt. Der Schüler lernt die Distanz für eine Technik richtig einzuschätzen und trainiert zugleich seine Reaktionsvermögen.

Freikampf

Im Freikampf sind alle Übungspartner gleichzeitig Angreifer. In einer kontinuierlichen Bewegung erfolgen Fußtritte und Handtechniken zum Angriff und zur Verteidigung. Die Kunst des Freikampfs ist, dass er trotz Schnelligkeit völlig berührungslos bleibt.

Bruchtest

Bei Prüfungen und Vorführungen wird die Schlagkraft der Techniken an Bruchtestbrettern demonstriert. Zuvor perfektioniert der Schüler die Techniken ausgiebig an gepolsterten Pratzen.

Selbstverteidigung

Es werden verschiedene Möglichkeiten gezeigt, Schläge abzuwehren oder aus Griffen (Würgegriff, etc.) zu entkommen.

Verhalten und Disziplin

Im Taekwon-Do ist Höflichkeit ebenso wichtig wie Bescheidenheit. Deshalb wird sich nach Partnerübungen die Hand gereicht und vor jedem An- bzw. Abtreten verbeugt. Im Unterricht wird nicht gesprochen, um die Konzentration nicht zu stören. Es wird niemand ausgelacht, denn jeder ist zu respektieren. Disziplin ist ein wichtiger Baustein der Philosophie des Taekwon-Do.