Herbe 9:19 Niederlage für die ASV-Ringer gegen SC Isaria Unterföhring

Nichts zu holen gab es am vergangenen Samstag für die ASV Ringer gegen den Tabellendritten aus Unterföhring. Obwohl der letztjährige Landesligameister aus München schlecht in die die Saison startete und in der Hinrunde sogar eine überraschende 13:17 Niederlage gegen die Neumarkter hinnehmen musst, so rechnete man sich an diesem Wochenende im ASV-Lager – nicht zuletzt wegen einiger verletzungsbedingter Ausfälle – kaum Siegchancen aus. Erschwerend kamen einige fragwürdige Entscheidungen des Kampfichters hinzu, die zwar nicht ergebnisentscheidend waren, dennoch wäre hier eine objektivere Betrachtungsweise des Kampfgeschehens durch eine weniger blaue Brille wünschenswert gewesen. Immerhin reisten die Oberbayern sowieso schon als klarer Favorit nach Neumarkt.

57 kg (griechisch-römisch): Gleich von Beginn an unter Bedrängnis war ASV-Nachwuchsringer Leon Gerlach gegen Florin Teschner. Bis zur Pause lag Leon bereits mit 0:8 hinten. In Runde konnte er den Spieß umdrehen und beförderte den SCler durch einen Schwunggriff in die gefährliche Lage und beendete den Kampf nach längerem Bodenkampf schließlich als Schultersieger (Stand 4:0).

130 kg (Freistil): Da Manuel Schmid wegen einer Verletzung im Traunsteinkampf weiterhin ausfällt, sprang kurzfristig sein Bruder Tobias aus der zweiten Mannschaft ein. Gegen den bundesligaerfahrenen Alessandro Punzo konnte er allerdings nichts ausrichten und musste den Kampf vorzeitig an den TÜ-Sieger aus Unterföhring abgeben (4:4).

61 kg (Freistil): Den wohl punktereichsten Kampf bekamen die Zuschauer zwischen Robert Bucsa und Vincent Kurth zu sehen. Bis kurz vor der Pause hatte sich Robert bereits eine beachtliche 10:5 Führung erarbeitet. Jedoch hätte der Punktestand zu diesem Zeitpunkt bereits viel höher sein müssen, denn der Unparteiische aus Mietraching wertete drei Schleuderwürfe des ASVlers vom Stand in die gefährliche Lage nur mit 2 anstatt der dafür vorgesehen 4 Punkte. In Runde zwei machte sich dann schließlich das Abtrainieren beim Neumarkter bemerkbar, sodass er die Angriffe Kruths immer schwerer Abwehren konnte. Seine Führung konnte Robert dennoch verteidigen und gewann am Schluss knapp mit 14:12 Punkten (5:4).

98 kg (griechisch-römisch): Einen guten Kampf lieferte erneut Christian Grasruck gegen den deutlich größeren und sehr defensiv kämpfenden Kevin Loße ab. Nach sechsminütigem Kraftakt und 1:3 Passivitätsverwarnungen ging Christian als verdienter 2:0 Punktesieger von der Matte (6:4).

66 kg (griechisch-römisch): Den ersten Dämpfer gab es im Aufstellungspoker in den Leichtgewichten. Hier tauschte man auf ASV-Seite die Stilarten und schickte im klassischen Greco Markus Felber auf die Matte. Nach anfänglichem Abtasten nutze SCler Korbinian Kohler eine Unachtsamkeit des Neumarkters und Markus musste bereits nach einer Minute eine unerwartete Schulterniederlage hinnehmen  (Pausenstand 6:8).

 

86 kg (Freistil): Nach der Pause sollte es für den ASV nicht besser werden. Im Freistilwelter standen sich wie schon im Hinkampf Thomas Kreml und der agile Michel Riesterer gegenüber. Thomas fand gegen die schnellen und technisch perfekten Beinangriffe Riesterers kein wirkliches Mittel, konnte aber eine technische Überlegenheit des Gästeringers verhindern (6:11).

66 kg (Freistil): Den zweiten Dämpfer gab es dann im Freistil-Leichtgewicht. Hier lieferten sich Neumarkts Greco-Experte Mihai Tenea und SCler Siegfried Jonak einen offenen Schlagabtausch. Zur Pause führte der junge Rumäne noch knapp mit zwei Punkten Vorsprung. Gegen die ihm ungewohnten Beinangriffe und Einsteiger wusste er sich aber nicht so recht zu wehren und gab die Führung schließlich an den Gästeringer ab. Anderthalb Minuten vor Schluss war es dann soweit: Mihai rollte nach einem Angriff des Unterföhringers zweimal über die Schultern und verlor dadurch den Kampf mit einer Schulterniederlage (6:15).

 86 kg (griechisch-römisch): Den besten Kampf des Abends lieferte Alexander Reimann gegen Florian Görsch ab. Alex behielt während des gesamten Kampfverlaufes die Oberhand und holte sich Punkt um Punkt seine technischen Wertungen. Die kontinuierliche Passivität des Unterföhringers wurde vom Kampfrichter korrekt mit drei „P’s“ geahndet. Nach sechs Minuten ging der Kampf schließlich mit 13:2 an den ASVler  (9:15).

75 kg (griechisch-römisch): Auch an diesem Abend stellte sich ASV-Coach Armin Prantl wieder mannschaftsdienlich zur Verfügung und musste sich mit Amlet Mamatzanian auseinandersetzen. Armin verteidigte gut gegen den klaren Favoriten und konnte eine technische Überlegenheit des Unterföhringers verhindern (9:18).
75 kg (Freistil): In der letzten Begegnung des Abends lieferten sich Alexander Fröhlich mit dem Deutschlandkader-Ringer und amtierenden deutschen A-Jugendmeister Julian Gebhard einen harten Kampf. Alex war über weite Strecken der aktivere Ringer und konnte sich auch in der durch den Mattenleiter angeordnete Aktivitätszeit gegen den Ex-Hallbergmooser Gebhard durchsetzen. Im Gegenzug konnte aber der Gästeringer gleich wieder mit einer Zweierwertung punkten und verteidigte sein Führung geschickt bis zum Schlussgong (Endstand 9:19).

Da zeitgleich an diesem Abend die direkten Verfolger Traunstein (24:6 gg Mering) und Unterdürrbach (12:11 gg Oberölsbach) ihre Kämpfe gewannen rutscht der ASV auf den siebten Tabellenplatz ab und steckt damit wieder im direkten Abstiegskampf, zusammen mit dem TV Unterdürrbach.

Eine erfolgreichere Vorstellung lieferte die zweite Mannschaft im Vorkampf ab. Obwohl anzunehmen war, dass die kurzfristigen Abzüge von Alex Fröhlich und Tobias Schmid in die erste Mannschaft den Kader der ASV-Reserve und damit die Siegchance weiter schmälert, gewann der ASV II überraschend überlegen aber dennoch hoch verdient mit 33:18 gegen den RSC Marktleugast. Punkte für den ASV holten Fabian Thumshirn (57kg griechisch und freistil), Daniil Eberhardt (61kg freistil und griechisch), Klaus Gansen (66kg griechisch und freistil), Pascal Meier (75kg griechisch) und Viktor Reimann (86kg griechisch). Im Schwergewicht sprang an diesem Abend ASV-Vorstand und Hallensprecher Jürgen Drabant ein, der im Freistil seinen Gegner mit einem 1A-Schulterschwung aufs Kreuz wuchtete und einen hoch umjubelten Schultersieg ablieferte.

 

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