Gewichtheben - Bayerische Meisterschaften

ASV Kids Bayerischer Mannschaftsmeister. 9 Starter - 9 Medaillen

 

Am vergangenen Wochenende fanden in Ingolstadt die bayerischen Meisterschaften im Gewichtheben für die Kinder, Schüler und die Jugendlichen, zu welchen der bayerische Gewichtheberverband geladen hatte, statt.

Dieser Wettbewerb, bei dem es für die Kinder und Schüler darum ging ihre Fähigkeiten im Gewichtheben mit Technikwertung , im 30m Sprint, im Schlussdreisprung und im Kugelschocken sowie für die Jugendlichen im olympischen Zweikampf unter Beweis zu stellen, sollte für den ASV eine einzige Erfolgsstory werden.

Als erster Sportler ging für den ASV der fischgebackene süddeutsche Vizemeister Erik Junemann an die Hantel. Mit 28kg/98,41Pkt. im Reissen und 42kg/108,44Pkt. begann er den Wettbewerb vielversprechend und konnte auch in den athletischen Disziplinen überzeugen. Mit 391 Punkten in der Gesamtwertung konnte unser Jüngster seine Konkurrenz auf die Plätze verweisen und sicherte das erste Gold für Neumarkt.

Enrico Haselmann, unsere Stimmungskanone, ging als nächster in die Vollen und wuchtete mit seinen gerademal 42kg Körpergewicht 30kg im Reissen und 42kg im Stoßen nach oben, sprang erstmals über 6m im Schlußdreisprung und mit seinen 5,10sec im 30m Sprint war Enni schneller als die meisten Teilnehmer des Gesamtfeldes. 6,05m im Schockwurf rundeten seinen starken Einsatz ab und am Ende konnte er sich über Bronze freuen obwohl die meisten seiner Gegner die Sportart schon wesentlich länger als betreiben als unser Blondschopf. Seine erreichten 483 Gesamtpunkte sind in dem Alter schon eine deutliche Ansage.

Emil Bauer startete bei den Schülern. Das Ergebnis für seinen Trainingsfleiß in der gesamten ersten Jahreshälfte: neue Bestleistungen beim Gewichtheben mit 54/72 und in der Athletik. In der Athletik gehört Emil mittlerweile zu den Top 10 des Gesamtfeldes in Bayern und könnte sich wahrscheinlich schon mit dem ein oder anderen Leichtathleten messen ohne unter zu gehen. Erstmalig überbot er so mit 506,54 Punkten die begehrte 500 Punkte-Marke, welche bekanntlich die Pforte für den Bayernkader markiert. Kein Wunder also, dass auch Emil goldbehangen die Rückreise nach Neumarkt antrat.

Die 13 jährige Sofia Miesbauer hatte trotz ihrer starken Auftritte in jüngster Vergangenheit einen kleinen Fehlstart  in das athletische Kräftemessen. Nach guten 6,75 im Sprung und saustarken 4,83sec im Sprint verpatzte sie diesmal den Schockwurf und blieb hier leider ganze 2m unter ihrer Bestmarke. Somit konnten sich ihre Mitbewerberinnen ein ganzes Stück weit absetzen. Aber Sofia wäre nicht unser Goldsofichen würde sie ans Aufgeben auch nur denken. Im Gewichteben drehte sie richtig auf und brachte 43kg im Reissen und 54kg im Stossen zur Hochstrecke womit sie diese Teildisziplin für sich entschied. In der Gesamtwertung brachte ihr das dann die „Bronzene“ ein. Für mehr war der Abstand nach der Athletik leider zu groß. Seit Montag schiebt sie nun bereits im Training Sonderschichten um diesen kleinen Schönheitsfehler ihrer jungen Karriere bei den bevorstehenden Deutschen Meisterschaften vergessen zu machen. Bewundernswert und vorbildlich! Aus diesem Holz sind Sieger geschnitzt.

Im Jahrgang 2002 ging, die sich ebenfalls in Vorbereitung auf die DM befindende, „Mini“ Alicia Haselmann an den Start. In den athletischen Disziplinen mit soliden Ergebnissen aufwartend lag das Augenmerk diesmal auf dem Gewichtheben. In letzter Zeit im Stoßen etwas leidgeplagt hatte sie ihr Training darin in letzter Zeit etwas intensiviert. Das Reissen wie gewohnt bravourös und mit neuer Bestleistung von 44kg abgeschlossen, sollte sie auch im Stossen mit neuem Bestwert aufwarten. Starke 54kg standen hier zum Schluss im Protokoll. Nur noch ein kleiner Sprung bis sie ihr eigenes Körpergewicht das erste Mal  über dem Kopf hat, was für einen Gewichtheber das erste grosse Etappenziel bedeutet. Mit ihrem starken Auftritt gewann sie am Ende Silber und steht nun mit ihren 491 Punkten kurz vor der 500 Punkte Schallmauer.

Geschlagen geben musste sich Ali diesmal nur der „Altfüchsin“ Amelie Hörner. Die Titelverteidigerin lies nichts anbrennen und zeigte bereits in der Athletik mit neuen Bestleistungen in allen Teildisziplinen wer bei den jungen Damen das Maß der Dinge ist. Mit 30 Punkten Vorsprung konnte sie so ins Gewichtheben gehen, wobei sie mit 6 „Gültigen“ bei 61/70 ihren Abstand auf die anderen Mädels noch auf deutliche 50 Punkte ausbauen konnte und somit ihren Vorjahrestitel erfolgreich verteidigte.

Als erster Jugendlicher für den ASV stieg Tom Fischer ins Wettkampfgeschehen ein. In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres noch ein völlig unbeschriebenes Blatt tauchte sein Name stets unter „ferner liefen“ auf. Danach dann die Explosion. Von Wettkampf zu Wettkampf kassierte er Gegner um Gegner, was ihm schon den ersten Start in der Bayernauswahl einbrachte. Auch in Ingolstadt konnte er seine positive Entwicklung unter Beweis stellen. Mit wieder einmal 6 gültigen Versuchen steigerte das 54kg Leichtgewicht seine Bestmarken auf 65/84 und holte sich damit erstmals bayerisches Edelmetall in Gold. Fast wichtiger als Gold ist die Tatsache, dass Tom den Wettkampf als zweitbester Jugendlicher in der Relativwertung abschloss und sich erstmals zwischen die Bundeskader Kerimow und Müller schieben konnte. Alle Achtung!

Einen Interimskampf um die Bayerische Vizemeisterschaft -69kg lieferten sich Fabian Thumshirn und Damian Hörner vom ASV. Bisher hatte immer Fabian die Nase vorne, diesmal konnte Damian den Spieß erstmals umdrehen. Dank einer 5kg Leistungssteigerung im Reißen auf 72 kg – nur ein Kilo hinter Fabian – verdrängte er ihn beim Stoßen mit geglückten 94 kg gegen 91kg und gewann mit 166 kg im Zweikampf „Silber.“ Fabian Thumshirn kam als Dritter auf 164 kg und durfte „Bronze“ in Empfang nehmen. Beide Jungs in dieser Form versprechen einen harten Kampf bei den baldigen Deutschen Meisterschaften der Jugend, bei welchen sie beide gemeinsam mit Tom den ASV vertreten werden.

Das Highlight des Tages sollte aber sicherlich die Mannschaftswertung werden. Seit mehreren Jahren in der zweiten und dritten Reihe sollte der ASV zu neuen Sphären aufbrechen und siegte mit enormen 2035 Punkten. Wir dürfen uns nun seit langem wieder einmal „Bayerischer Mannschaftsmeister“  für ein Jahr nennen.