Gewichtheben - Süddeutsche Meisterschaften

Erfolgreicher ASV – Gewichthebernachwuchs!

Süddeutsche Meisterschaften in Lörrach: 6 Teilnehmer -  4 x Silber!

Im südbadischen Lörrach, im Dreiländereck Deutschland, Frankreich Schweiz, fand der für Kinder und Schüler zweitgrößtmögliche Wettkampf am 29./ 30 April statt.

Nach einer staubehafteten, kräfteraubenden, 6 Stunden dauernden Anreise mussten sich Neumarkts Jüngste mit den Stärksten aus Saarland, Rheinland – Pfalz, Bayern und Baden – Württemberg messen.

Die Athleten mussten ihr Können im Gewichtheben mit Technikwertung und den athletischen Disziplinen Lauf, Sprung, Wurf, Liegestütze bzw. Zug im Liegen unter Beweis stellen um das begehrte Edelmetall zu erkämpfen. Über 110 junge Sportler- und Sportlerinnen im Alter von 10-15 Jahren folgten der Einladung und sorgten so für ein durchaus attraktives Starterfeld.

Für den ASV gingen in den frühen Morgenstunden Eric Junemann und Enrico Haselmann als erste Teilnehmer an den Start.

Eric, unser Jüngster, legte im Gewichtheben eine fehlerfreie Serie hin und zeigte seine großen technischen Fortschritte erstmalig auf der Wettkampfbühne. Mit 6 gültigen im Reißen und Stoßen ein guter Start ins Wettkampfgeschehen.

Enni stand dem in nichts nach und musste nur bei 42,0kg im Stoßen passen, was erstmalig das eigene Körpergewicht im Wettkampf „über dem Kopf“ bedeutet hätte.

Im athletischen Teil drehten die 2 Krümel richtig auf und ergaunerten sich mit neuen Bestleistungen in jeder Disziplin eine Extrarunde Kuchen mit Cola von ihren Trainern. Am Ende stand für Eric ein starker 2.Platz im Protokoll, wobei er sich erstmals größerer Konkurrenz erwehren musste.

Enrico wurde für seine 475 Punkte nur unzureichend belohnt und kam in der stärksten Gruppe seines Jahrgangs auf einen mehr als respektablen 5. Platz. In jeder anderen Gruppe der 2005er hätte diese Punktzahl einen 1.Platz und somit Gold bedeutet. Enni sollte darüber nicht verzagen, denn es ist sicher nur eine Frage der Zeit, dass sich Klein-Hasel die Mitbewerber bei der Siegerehrung von oben aus begucken kann.

Bauer Emil war unser 3. „Mann“ am Start. In letzter Zeit schon durch eine positive Entwicklung im Training aufgefallen, konnte auch er im Wettkampf auf ganzer Linie überzeugen. Mit zum wiederholten Male 6 Gültigen im heberischen Teil stellte er erneut seine Wettkampfstärke unter Beweis und brillierte auch in der Athletik mit 2 neuen Bestwerten. Mit 487 Punkten gab es am Ende auch für ihn zum ersten Mal Silber außerhalb Bayerns Grenzen, wobei der Abstand auf Platz 1 gerademal 20 Punkte betrug – ein Wimpernschlag.

 

Nun zu unseren 3 Diven (im positiven Sinne) im Verein. Schon optisch eine Augenweide lassen sie auch im sportlichen Sinne von Wettkampf zu Wettkampf die Herzen höher schlagen und etablieren sich zu festen Größen im süddeutschen Raum und in Bayern sowieso.

Sofia Miesbauer, seit den vergangenen Oberpfalzmeisterschaften unser „Gold-Sofichen“ stand das erste Mal unter dem Druck der Erfolgreichen und musste sich in erster Linie bayerischer Konkurrenz erwehren. Im Reißen an 42kg diesmal knapp gescheitert toppte sie ihre Bestleistung im Stoßen mit 53kg erneut um 1kg bevor sie sich den 55kg knapp ergeben musste. Trotzdem starke Leistung. Mit den besten Technikwerten ihrer Gruppe stand bereits nach dem Gewichtheben fest, dass es für sie auch hier um Edelmetall geht. In der Athletik auch sie mit etlichen Bestwerten dabei, ergatterte sie am Ende ein traumhaftes Silber, welches durch den knappen Abstand mit 30 Punkten auf Platz 1, schon etwas golden glänzte.

Der stärksten Gruppe ihres Jahrgangs musste sich „Mini“ Alicia Haselmann stellen. Zu den 41kg im Reißen brachte sie diesmal auch ihre „Angstlast“ von 50kg im Stoßen auf die Bühne und das sogar mit einer Technikbewertung von 8,0 Punkten. Obwohl ihr danach die 52kg noch versagt blieben sollte hier die „psychologische Krise“ der letzten Wochen der Vergangenheit angehören. Mit 10,8Sek (erstmals unter 11) im Pendellauf und 8,13m (erstmals über 8) im Schockwurf und 7Whg. im ungeliebten Zug liegend zeigte sie auch hier ihre Fortschritte.

Bei der Siegerehrung erging es ihr ebenso wie ihrem Bruder Enrico. Starke Leistung – nicht gebührend belohnt. Mit 457 Punkten kam sie auf einen trotzdem starken 6. Platz. Auch hier sei gesagt, dass diese Punktzahl in der anderen Gruppe ihres Alters mit nur 20 Punkten Abstand auf Bronze Platz 4 bedeutet hätte. Trotz alledem ist es schön zu sehen, dass Ali weiter zu ihren Konkurrentinnen aufschließt, von denen viele ihr Handwerk an Sportgymnasien erlernen und das Gewichtheben schon etliche Jahre länger betreiben als sie.